Die vielseitige Bestattungsart

Unter Feuerbestattung versteht man die Einäscherung des Verstorbenen mit einer anschließenden Beisetzung in einer Urne. Feuerbestattungen wurden schon in der Antike durchgeführt. Heute wächst die Zahl der Feuerbestattungen in Deutschland von Jahr zu Jahr. Auch bei einer Feuerbestattung wird der Verstorbene zunächst in einen Sarg gebettet. Eine Trauerfeier kann vor der Kremation mit einer Verabschiedung am Sarg oder nach der Kremation mit der Urne gestaltet werden. Anschließend wird die Urne in einem Grab beigesetzt. Die Möglichkeiten der Grabstätte sind dabei vielfältiger als bei einer Erdbestattung. Vom traditionellen Urnengrab in der Erde über ein Grab in einem Wald bis zu einer Seebestattung ist vieles denkbar.

 

Grabarten

 

Urnengrab

Als Urnengrab wird ein Grab unter der Erde bezeichnet. Auch bei Urnengräbern bieten die Friedhöfe meist Wahl-, Reihen- und Reihenrasengräber an. Die Grabarten unterscheiden sich wie bei der Erdbestattung im Hinblick auf die Größe, die Zeit der Nutzung, die Eignung für ein Familiengrab und die Gestaltungsmöglichkeiten.

 

Kolumbarien

Als Kolumbarium werden kleine Gebäude oder Gewölbe bezeichnet, in denen Urnen beigesetzt werden. Das Wort Kolumbarium kommt vom lateinischen Wort columbarium, was Taubenschlag bedeutet. Aufgrund der optischen Ähnlichkeit wurden altrömische Grabkammern zur Unterbringung von Urnen ebenfalls als Kolumbarien bezeichnet. Sie befinden sich meistens auf Friedhöfen oder sind an Krematorien angegliedert.

Kolumbarien sind Urnenwände, in die Kammern eingelassen sind, die der oberirdischen Bestattung von Urnen dienen. Nach der Beisetzung werden die Urnennischen mit einer Platte fest verschlossen. Die Abdeckplatte kann – je nach Friedhofsträger - mit dem Namen des Verstorbenen beschriftet werden.

 

Seebestattung

Unter Seebestattung versteht man die Beisetzung der Urne auf See. Bis ins frühe 20. Jahrhundert war diese Art der Bestattung eine Notbestattung für Menschen, die an Bord verstarben. Außerdem wurden Angehörige der Marine oder Verstorbene aus Schifffahrtsberufen in einem ehrenvollen Zeremoniell der See übergeben. Seit 1934 ist es für alle Menschen möglich, eine Seebestattung vorzunehmen. Bei dieser Bestattungsart wird die Asche des Verstorbenen im Meer beigesetzt. Dazu wird die Asche in einer wasserlöslichen Urne der See übergeben. Die Anwesenheit der Trauergemeinde ist dabei, zum Beispiel auf einem Schiff, möglich. Mithilfe einer Seekarte, in die die Koordinaten der Bestattung eingetragen werden, können die Angehörigen sich später an den Ort der Beisetzung erinnern. Eine Seebestattung ist in der Nord- oder Ostsee oder in den Gewässern des Mittelmeers und des Atlantiks denkbar.

 

Naturbestattung

Mit Naturbestattungen werden Beisetzungen in freier Landschaft bezeichnet. Die Beisetzung ist aber nicht überall, sondern nur in ausgewiesenen Urnenwäldern zugelassen. In der Region Göppingen gibt es seit 2012 den FriedWald© Wangen. Inmitten des Wangener Waldgebietes können Verstorbene hier zwischen Ahorn, Buche, Eiche, Esche, Hainbuche und Linde ihre letzte Ruhe finden. Bei dieser Bestattungsart wird die Asche des Verstorbenen im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Symbolisch betrachtet steht die Baumbestattung für Unsterblichkeit, da durch die Beisetzung im Wurzelbereich die materielle Hülle des Verstorbenen schneller in den Naturkreislauf zurückgelangen soll. Wichtig dabei ist, dass die Urne aus biologisch abbaubaren Materialien besteht. Auf Wunsch der Hinterbliebenen ist es bei Baumbestattungen meist möglich, den Baum mit einem Namensschild des Verstorbenen zu versehen und Bäume als Grabstätte für ganze Familien oder Freundeskreise zu erwerben. Die Grabstätte bleibt nach der Beisetzung der Natur überlassen und bedarf keiner weiteren Pflege. Wenn Sie an einer Naturbestattung interessiert sind, profitieren Sie bei uns von unserer Kooperation mit dem FriedWald© Wangen.

FriedWald© Wangen

 

 

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